Schlagwort-Archiv: Buchbranche

Warum ich einen Roman per Crowdfunding finanziere

So. Vorhin habe ich die Crowdfunding-Kampagne für Amoralisch gestartet. Fast drei Monate lange habe ich auf diesen Tag hingearbeitet, habe existierende Crowdfunding-Projekte angeschaut (erfolgreiche und gescheiterte), zig Modelle und Budgets durchgerechnet und Feedback von Freunden und Kollegen eingeholt. In den kommenden Wochen wird sich zeigen, ob genug Geld zusammenkommt, um den Roman zu verwirklichen. Es ist ein Experiment, ganz klar, und der Erfolg ist nicht garantiert. Aber ich glaube, dass es sich am Ende lohnen wird. Hier sind die Gründe dafür:

sn_vorschau_amoralisch_960x250

Weiterlesen

Über das Selbstverständnis der deutschen Buchbranche

Mit der Buchbranche ist es ein bisschen wie mit Barack Obama: Eigentlich stehen sie beide für Dinge, die meinen eigenen Ansichten entsprechen, und in einer perfekten Welt wäre ich ihr glühender Verteidiger. In der Realität hingegen verfolgen beide, der Chef der USA und die Chefs des deutschen Buchmarktes, eine falsche Politik und verteigen sie darüber hinaus mit windigen Argumenten. Wenn ich Obama oder die Buchbranche doch einmal verteidige, dann nie mit Leidenschaft, sondern höchstens aus Pflichtgefühl.

Neulich lief auf Arte die Dokumentation Storyseller, die beleuchtete, „wie Amazon den Buchmarkt aufmischt“. Der Untertitel ist nicht übertrieben: Amazon kann 75 Prozent aller Buchverkäufe für sich verbuchen, ist mit dem Kindle Marktführer bei E-Books und bietet außerdem eine elektronische Publishing-Plattform an, auf der Autoren 70 Prozent pro verkauftem Buch verdienen anstatt der üblichen acht.

Wie Amazon tiefer und tiefer in den etablierten Buchmarkt vorstößt, ist hochinteressant. Noch bemerkenswerter allerdings fand ich, wie die bisherigen Platzhirsche – Verleger, Agenten, Buchhändler – mit der Konkurrenz durch Amazon umgehen. Im Folgenden präsentiere ich einige O-Töne aus dem Film und meine Gedanken dazu. Weiterlesen