Archiv für den Monat: Juni 2012

Die neuen Philantropen

In der Rubrik „Author’s Diary“ schreibe ich in loser Folge über aktuelle Dinge, die mich freuen, ärgern oder anderweitig beschäftigen, seien es Politik, Zeitgeschehen oder der dröge Alltag. Regelmäßige Updates nicht ausgeschlossen.

Ende Mai kehrte die Raumkapsel Dragon von einem Versorgungsflug zur ISS wohlbehalten zur Erde zurück. Dragon wurde von SpaceX entwickelt, einer Firma des Paypal-Millionärs Elon Musk (40). Der erfolgreiche Abschluss der Mission gilt als Zeitenwende in der irdischen Raumfahrt: Zum ersten Mal ist es kein Staat, der die Grenzen unseres Planeten überwindet, sondern eine private Firma.

Ich hätte dem Thema dennoch nicht viel Aufmerksamkeit geschenkt, wenn nicht ein Satellitenbeobachter namens Jonathan einen interessanten Gedanken dazu geäußert hätte. Er sagte, dass Musk einer der ersten Vertreter einer neuen Generation von reichen Menschen ist. Durch das Geld, das Musk und Co. während des Dotcom-Booms verdient haben, sind sie in die Lage, ihre Kindheitsträume zu verwirklichen. Gleichzeitig sind sie jung genug, dass ihre Kindheit und damit ihre Träume von Popkultur und Popcorn-Kino geprägt sind. Leute wie Musk, so Jonathan, haben nicht die gleichen Träume und Ziele wie die, die vor ihnen kamen.

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#CorpSq Wochen 2 und 3: Wechsel auf wöchentliche Updates

Nachdem bei Corporation Square anfangs alles ziemlich gut lief, kam kurz darauf der Durchhänger. Meine letzte Arbeit an der Kurzgeschichte liegt nun fast zwei Wochen zurück, und von meinem Ziel, täglich mindestens einen neuen Beitrag dazu zu leisten, bin ich meilenweit entfernt.

(Apropos „meilenweit“: Um sich zu merken, wie lang eine amerikanische Meile ist, gibt es die Eselsbrücke „five tomatoes“. Wenn man dies laut ausspricht, klingen die fünf Tomaten ähnlich wie „five two eight oh“, also 5.280 – das ist exakt die Anzahl Fuß, die in einer Meile enthalten sind. Interessanterweise ist 5.280 durch 11 teilbar, was bedeutet, dass irgendwo auf dem Weg von Fuß zu Meilen mit einem echt seltsamen Faktor multipliziert wird.)

Aber zurück zum Thema. Was ist passiert? Nun, zum einen bin ich (wie man an obigem Exkurs sehen kann) nicht gegen Prokrastination gefeit und schiebe die Arbeit an CorpSq nun schon seit ein paar Tagen vor mir her. Begünstigt wird dies dadurch, dass ich mit der Planung und Recherche für meinen nächsten Roman begonnen habe. Und in der Anfangsphase eines Projekts macht es nun einmal nur halb so viel Spaß, Zeit und Energie in anderen Ideen zu investieren.

Das Hauptproblem ist aber wohl dieses: Es entspricht nicht meinem Stil, nicht am Stück zu schreiben. Normalerweise würde ich mit dem bisherigen Stoff und einem Milchkaffee an einen Tisch setzen und erst aufhören zu schreiben, wenn die Geschichte fertig ist (oder der Kaffee alle). Das zerstückelte Schreiben via Twitter sorgt dagegen dafür, dass mein Gefühl für Tempo und Rhythmus verloren geht. Anstatt die ganze Geschichte im Blick zu haben, mich in sie hineinzuversetzen, verlasse ich sie nach wenigen Minuten wieder, und das tut weder mir noch CorpSq gut.

Meine Konsequenz daraus ist, dass ich den täglichen Schreibrhythmus. ab sofort aufgebe. Stattdessen gehe ich zu einem wöchentlichen Update über. Von nun an werde ich einen Kaffee die Woche auf den Fortgang von Corporation Square verwenden und auf nichts anderes. Ansonsten ändert sich nichts. Insbesondere will ich auch weiterhin Contributions ermöglichen. Ich werde die Geschichte also nicht alleine zu Ende schreiben, sondern gemeinsam mit anderen, mit euch. Das war schließlich die Idee, aus der ich CorpSq ins Leben rief.

Natürlich werde ich weiter via Twitter informieren, und von Zeit zu Zeit wird es auch exklusive Twitter-Updates geben – nur eben nicht mehr täglich. Vielleicht wird das Mitschreiben durch den geänderten Rhythmus sogar leichter werden… aber mehr dazu ein anderes Mal.